Haare färben – für immer oder für eine bestimmte Zeit?

Möglichkeiten des Haarefärbens kennenlernen und experimentieren: In dieser handlungsorientierten und kooperativ ausgelegten Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Möglichkeiten des Haarefärbens kennen, dauerhaft und temporär. Sie erhalten einen kurzen Überblick über den Aufbau des Haars und erarbeiten die Abläufe beim Färben mit oxidativen Haarfarben.

Unterrichtseinheit
  • Chemie / Natur & Umwelt
  • Sekundarstufe I
  • 1 bis 2 Unterrichtsstunden
  • Arbeitsblatt, Experiment, entdeckendes Lernen
  • 3 Arbeitsmaterialien

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Beim Experimentieren mit verschiedenen temporären Haarfarben oder bei der Untersuchung verschiedener Packungen mit Haarfarben und Tönungen stellen die Lernenden Unterschiede in Aussehen und Haltbarkeit der unterschiedlichen Farben fest.

Anschließend erarbeiten sie sich in Einzel- und Paararbeit den Aufbau des Haars und die Funktionsweise temporärer, semipermanenter und permanenter Haarfarben. Als Abschluss verfassen die Lernenden einen kurzen Fachtext über dauerhafte und temporäre Haarfarben.

Unterrichtsablauf

Inhalt
Sozial- / Aktionsform

Didaktisch-methodischer Kommentar

Das Thema Haare färben im Chemie-Unterricht

Diese Unterrichtseinheit lässt sich in das Inhaltsfeld "Säuren, Laugen, Salze" integrieren, aber auch später in den Bereich "Produkte der Chemie". Die Möglichkeit, die eigene Haarfarbe zu ändern, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit allen Lernenden bewusst und nicht wenige haben bereits Erfahrungen – im Friseursalon oder zuhause – mit verschiedenen Arten der Färbung gemacht. Damit besteht ein deutlicher Bezug zum Leben der Schülerinnen und Schüler und ein echter Grund, sich mit dem chemischen Hintergrund des Haarefärbens zu beschäftigen.

Der handlungsorientiere Einstieg (Färben von Wolle) motiviert erfahrungsgemäß sehr. Gleichzeitig können dabei Fragen aufkommen, die durch die Unterrichtseinheit direkt geklärt werden. Der alternative Einstieg führt gezielt zur Erarbeitung, gleichzeitig wird eine Alltagskompetenz eingeübt – Beipackzettel lesen und verstehen. Welcher Einstieg der richtige ist, hängt von der Lerngruppe und den zeitlichen und materiellen Voraussetzungen ab.

Die Paararbeit durch die kooperative Methodik "Fragen auf den Tisch" ist gut für die Textarbeit der Erarbeitungsphase geeignet, sie schafft Motivation für das Lesen eines Textes, bietet die Möglichkeit zur körperlichen Bewegung und beinhaltet eine gewisse Differenzierung (erst die leichten Fragen, dann die schwereren, der Läufer / die Läuferin konzentriert sich jeweils auf die Frage, der Schreiber / die Schreiberin sucht die Antwort).

Vorbereitung

Für den Einstieg mit dem Färben der Wolle werden verschiedene temporäre Haarfarben benötigt: Farbsprays, Haarkreiden, Tönungsshampoo, außerdem Handschuhe, ungefärbte Wolle (am besten entfettet), normales Haarshampoo und entsprechende Behälter (Bechergläser, Petrischalen...).

Für den alternativen Einstieg werden Packungen mit Blondierung, dunklerer Haarfarbe, Intensivtönung und Tönungsshampoo benötigt.

Die Methode "Fragen auf den Tisch"

Das Ziel ist, schnell und effektiv Antworten in einem Text zu finden. Das motiviert Lernende besonders. 

Der Ablauf besteht darin, dass jedes Paar einen Informationstext erhält. Die Fragen zum Text liegen an einer (oder an mehreren Stellen) im Raum aus. Eine Person ist die Läuferin / der Läufer, er/sie geht zum Fragezettel, merkt sich die Frage und gibt sie an seine/-n Partner/-in weiter. Die Antwort wird aus dem Text gesucht und notiert. Anschließend wird die zweite Frage gemerkt, weitergegeben und beantwortet. Für die Textarbeit gibt es eine Zeitvorgabe, die nicht zu großzügig sein sollte. Die Rollen können nach der Hälfte der Fragen / der Zeit gewechselt werden.

Eine Besprechung erfolgt durch aushängende Lösungszettel oder per Besprechung im Plenum. Wichtige Regeln sind dabei, dass die Fragezettel an ihrem Platz bleiben und dass nur geflüstert wird.

Unterrichtsmaterial "Haare färben" zum Download

Gesamtdownload

Vermittelte Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • benennen Unterschiede in Aussehen und Haltbarkeit verschiedener Haarfarben. 
  • beschreiben chemische Färbevorgänge von temporären, semipermanenten und permanenten Haarfarben.
  • erläutern den Aufbau des Haars.

Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • bearbeiten in Gruppen oder Paararbeit chemische Fragestellungen mithilfe vorgegebener Quellen.
  • arbeiten kooperativ.

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • nutzen Modelle zur Beschreibung chemischer Färbevorgänge von temporären, semipermanenten und permanenten Haarfarben.
  • stellen Arbeitsergebnisse adressatengerecht in Kurzvorträgen oder kurzen Fachtexten dar.
  • erarbeiten Ergebnisse mithilfe der Methode "Fragen auf den Tisch".

Portalanbieter

Kooperationspartner

Anbieter der Unterrichtseinheit

Autorin

Portrait von Esther Käding
Esther Käding

Esther Käding ist Lehrerin für die Fächer Chemie, Biologie und Naturwissenschaften. Sie verfügt über Unterrichtserfahrung an Hauptschulen, Realschulen und Gesamtschulen und ist langjährige Gefahrstoffbeauftragte.