Wirkungsabsichten von Medientexten untersuchen

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch der Klassen 8–10 befähigt die Schülerinnen und Schüler, Medientexte im Hinblick auf ihre Wirkungsabsichten zu analysieren und unterschiedliche Darstellungen zu vergleichen. An Beispielen aus dem Gerüstbauer-Handwerk und dem Bauingenieurwesen untersuchen sie, wie Perspektive, Informationsauswahl und sprachliche Gestaltung Vorstellungen prägen. Anschließend verfassen sie eigene Texte und diskutieren die Leitfrage: „Wie prägt Sprache unsere Vorstellungen?" In der vorliegenden Unterrichtsreihe analysieren Schülerinnen und Schüler, wie sprachliche und inhaltliche Gestaltungen eingesetzt werden, um bestimmte Wirkungen bei einer festgelegten Zielgruppe zu erzielen. Dies untersuchen sie am Beispiel des Gerüstbauer-Handwerks und des Bauingenieurwesens. Die Analyse der Selbst- und Fremddarstellungen der Berufe dient dabei als Anwendungsfeld. Auf Arbeitsblatt 1 untersuchen sie in Gruppen unterschiedliche Medien, in denen sich die beiden Berufsfelder präsentieren. Sie betrachten Zielgruppe, Inhalte, sprachliche und bildliche Gestaltung sowie Auslassungen und beurteilen die Wirkung. Arbeitsblatt 2 erweitert die Analyse um journalistische Texte und Auszüge aus einer politischen Rede. Die Lernenden untersuchen wie unterschiedliche Perspektiven und Gestaltungen die Darstellung eines Gegenstands prägen und vergleichen die Fremddarstellungen mit den zuvor analysierten Selbstdarstellungen. Hinweis: Der Deutschlandfunk Kultur Beitrag stammt aus dem Jahr 2017; Angaben zu Ausbildung, Arbeitssicherheit und Verdienst sind teilweise veraltet. Das Gerüstbauer-Handwerk ist seit 1998 ein Vollhandwerk, die Unfallzahlen sind seit Jahren rückläufig. Für 2026 betragen die monatlichen Ausbildungsvergütungen 1.125€ im ersten, 1.300€ im zweiten und 1.550€ im dritten Ausbildungsjahr. Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 3.250€ brutto, das Meistergehalt bei etwa 4.400€ brutto im Monat. Damit liegt das Gerüstbauer-Handwerk im oberen Lohnbereich der Handwerksberufe. Bei der Arbeit mit dem Text sollten diese Aspekte thematisiert und von der Analyse seiner Perspektive und sprachlichen Gestaltung unterschieden werden. Arbeitsblatt 3 fokussiert die eigene Textproduktion: Die Lernenden verfassen einen Leserbrief, einen Erfahrungsbericht über ein Praktikum oder eine Stellungnahme. Sie geben einander Feedback zu Wirkung und Gestaltung und erörtern die Leitfrage „Wie prägt Sprache unsere Vorstellungen?" Die Unterrichtseinheit verbindet Textanalyse, Medienkritik und eigenes Schreiben. Sie stärkt die Fähigkeit, Darstellungen kritisch zu untersuchen und eine begründete eigene Position zu entwickeln und zu formulieren. Wenn Jugendliche sich über Berufe, Menschen und gesellschaftliche Themen informieren, begegnen sie unterschiedlichen Darstellungen – etwa in Sozialen Medien, Werbung, Webseiten, journalistischen Beiträgen und politischen Reden. Diese Darstellungen können durch Interessen, Perspektiven und die Auswahl der Inhalte geprägt sein. Die Unterrichtseinheit fördert Medien- und Textkompetenz: Die Lernenden prüfen, wie Inhalte, Sprache und Bilder gestaltet sind und welche Wirkung sie entfalten, und entwickeln eine begründete eigene Haltung. Voraussetzungen für die Unterrichtseinheit sind grundlegende Kenntnisse der Sachtextanalyse, der Textsorte Zeitungsartikel und einzelner rhetorischer Mittel. Begriffe und Unterscheidungen zu Selbst- und Fremddarstellung sowie zu unterschiedlichen Wirkungsabsichten werden im Verlauf der Reihe erarbeitet. Selbstdarstellung bezeichnet dabei, wie Personen, Gruppen oder Institutionen sich selbst bewusst oder auch unbewusst präsentieren. Je nach Situation und Publikum werden bestimmte Inhalte gezeigt und Sprache, Bilder und andere Gestaltungsmittel eingesetzt, um bei einer bestimmten Zielgruppe einen gewünschten Eindruck oder Wirkung zu erzielen. Unter Fremddarstellung versteht man, wie Personen oder Themen von anderen dargestellt werden, etwa in journalistischen Texten oder politischen Reden. Auch dabei prägen Perspektive, Auswahl und Gestaltung der Inhalte den entstehenden Eindruck. Fremddarstellungen können unterschiedliche Absichten verfolgen. Wichtig ist dabei auch das jeweilige Medium bzw. bei politischen Reden den Redner bzw. die Rednerin zu kennen und einzuordnen. Je nach Medium bzw. Person und Absicht können die Aussagen z.B. neutral, kritisch, überzogen positiv oder negativ, reißerisch oder manipulativ sein. Die Unterscheidung zwischen Selbst- und Fremddarstellung soll dabei helfen, die Materialien einzuordnen. Im Zentrum stehen jedoch die Analyse und der Vergleich von Wirkungsabsichten und Darstellungen. Der Aufbau der Arbeitsblätter folgt einer Progression von der Analyse über den Vergleich bis hin zur eigenen Textproduktion. Authentische Materialien erhöhen die Alltagsnähe. Die analytische Einzelarbeit wird durch kooperative Formen ergänzt, die Perspektivwechsel, Austausch und konstruktives Feedback fördern. Zur Vorbereitung sollte geprüft werden, ob die Online-Materialien mit den schulischen Endgeräten abgerufen werden können. Alternativ könnten sie sonst auch ausgedruckt oder mit Screenshots zur Verfügung gestellt werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… analysieren und vergleichen unterschiedliche Text- und Mediendarstellungen im Hinblick auf Perspektive, Informationsauswahl, sprachliche und bildliche Gestaltung sowie mögliche Wirkungsabsichten. analysieren journalistische Texte und Redeauszüge im Hinblick auf Informationsquellen, Zukunftsaussagen, sprachliche Besonderheiten und die Absicht der Verfasserinnen und Verfasser. beurteilen Texte in Bezug auf Sachlichkeit der Darstellung oder Nutzung argumentativer Strategien. verfassen adressatenbezogen einen Leserbrief, einen Erfahrungsbericht oder eine Stellungnahme und begründen ihre Position mit Argumenten und Beispielen. Medienkompetenz (Orientierung an der KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt ) Die Schülerinnen und Schüler… werten Informationen aus unterschiedlichen Medien (Print, Video, Social Media, Websites) aus und prüfen ihre Glaubwürdigkeit und Interessengebundenheit. analysieren Gestaltungsmittel und Wirkungsabsichten in unterschiedlichen Medienformaten. reflektieren, wie Medien Vorstellungen von Berufen und anderen Themen prägen und beeinflussen. entwickeln eigene Texte für eine Leserschaft und überprüfen deren Wirkung. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… tauschen ihre Arbeitsergebnisse in Gruppen- und Partnerarbeit und im Plenum aus und ergänzen sich gegenseitig. respektieren unterschiedliche Positionen zu Ausbildung und Studium und vertreten die eigene Meinung sachlich und begründet.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I

​Challenging gender roles in the world of work

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Englisch der Klassen 11–13 sensibilisiert Schülerinnen und Schülern für Geschlechterstereotype in der Arbeitswelt und bei der Berufswahl, indem sie diese analysieren und dekonstruieren. Sie erschließen die Entstehung und Wirkung von geschlechterbezogenen Klischees, vergleichen Daten zur Geschlechterverteilung diverser Arbeitsbereiche in Deutschland und dem Vereinigten Königreich und werten Erfahrungsberichte aus. Sie untersuchen Image-Kampagnen und entwickeln eine eigene Kampagne, um Geschlechterstereotypen abzubauen. Die Unterrichtseinheit „Gender roles in the world of work - analysing and challenging stereotypes" verbindet die Themen „Gender Issues" und „The World of Work" mit Fragen zu Geschlechterstereotypen, Berufswahl, Chancengleichheit und Fachkräftesicherung im Handwerk. Leitfrage ist, wie Stereotype entstehen, sich auf dem Arbeitsmarkt zeigen und abgebaut werden können. Die Einheit eignet sich besonders für die gymnasiale Oberstufe. Die Materialien fördern zentrale Kompetenzen des Englischunterrichts: Analysieren, Vergleichen, Diskutieren, Präsentieren und argumentatives Schreiben. Unterschiedliche Sozialformen und Aufgabenformate unterstützen selbstständiges und kooperatives Lernen. Kreative Transferaufgaben stärken Problemlösefähigkeit und adressatengerechtes Präsentieren. Die drei Arbeitsblätter folgen einem aufeinander aufbauenden Lernprozess. Zunächst reflektieren die Schülerinnen und Schüler Vorstellungen von „typischen Männer- und Frauenberufen" und untersuchen anhand von Videos, wann und wie Geschlechterstereotype entstehen und wirken. Historische und aktuelle Beispiele aus dem Handwerk erweitern die Perspektive. Anschließend analysieren sie Statistiken aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich, Fachtexte und persönliche Erfahrungsberichte. Dabei untersuchen sie, wie sich Stereotype in der Arbeitswelt und bei der Berufswahl zeigen und welche individuellen sowie strukturellen Barrieren entstehen können. Im dritten Teil analysieren sie Kampagnen, entwickeln eine eigene Imagekampagne für geschlechtsuntypische Handwerksberufe und reflektieren die Verantwortung verschiedener Akteurinnen und Akteure beim Abbau von Stereotypen. Die Unterrichtseinheit verbindet sprachliches Lernen mit gesellschaftlicher Bildung und Medienkompetenz. Sie unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, Rollenbilder kritisch zu hinterfragen, Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt zu reflektieren und die Bedeutung von Diversität zu erkennen. Die Unterrichtseinheit greift mit den Themen Geschlechterstereotypen, Berufswahl, Chancengleichheit und Fachkräftesicherung im Handwerk eine gesellschaftlich und wirtschaftlich relevante Fragestellung auf. Sie knüpft an die Bildungspläne der gymnasialen Oberstufe im Fach Englisch an, insbesondere an die Themenfelder „Gender Issues" und „The World of Work". Anhand englischsprachiger Materialien entwickeln die Schülerinnen und Schüler kommunikative Kompetenzen und reflektieren gesellschaftliche Entwicklungen kritisch. Das Thema hat einen hohen Gegenwarts- und Lebensweltbezug, da Jugendliche täglich mit Geschlechterrollen und Stereotypen in sozialen Medien, Werbung und ihrem persönlichen Umfeld konfrontiert werden. Zugleich besitzt es Zukunftsbedeutung: Fachkräftesicherung, Chancengleichheit und Diversität prägen zunehmend gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Lebens- und Berufswegen trägt dazu bei, eigene Vorstellungen zu hinterfragen und berufliche Möglichkeiten unabhängig von traditionellen Rollenbildern wahrzunehmen. Ziel ist es, Informationen auszuwerten, Perspektiven zu vergleichen und den Zusammenhang zwischen Geschlechterstereotypen, Berufswahl, ungleicher Repräsentation und Fachkräftesicherung kritisch zu beurteilen. Durch die Analyse von Vorbildern und Kampagnen sowie die Entwicklung einer eigenen Imagekampagne übertragen die Lernenden ihre Erkenntnisse auf konkrete Handlungssituationen. Eine abschließende Schreibaufgabe thematisiert die Verantwortung von Familie, Freundeskreis, Schule, Betrieben, Medien und Einzelpersonen beim Abbau von Stereotypen. Methodisch folgt die Einheit einem kompetenz- und handlungsorientierten Ansatz. Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit fördern selbstständiges und kooperatives Lernen sowie vielfältige Sprechanlässe. Statistiken, Fachtexte, Interviews, historische Beispiele, Kampagnen und Social-Media-Beiträge ermöglichen einen multiperspektivischen Zugang und stärken Analyse-, Bewertungs- und Argumentationskompetenz. Der Gestaltungsauftrag fördert kreatives Arbeiten, Transfer und adressatengerechte Kommunikation. Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse zur Beschreibung und Auswertung von Statistiken sowie sprachliche Mittel zum Beschreiben, Vergleichen, Begründen und Diskutieren. Sprachliche Hilfen und strukturierte Aufgabenformate unterstützen den Kompetenzaufbau und erleichtern den Umgang mit den Materialien. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren und vergleichen authentische englischsprachige Texte, Statistiken, Interviews, Kampagnen und Informationsmaterialien zum Themenfeld Gender Issues und The World of Work. ​​beschreiben, erklären und bewerten den Zusammenhang zwischen Geschlechterstereotypen, Berufswahl und Fachkräftesicherung im Handwerk anhand evidenzbasierter Argumente.​ ​​entwickeln begründete eigene Positionen zu gesellschaftlichen Fragestellungen und vertreten diese adressatengerecht in mündlicher und schriftlicher Form.​ ​​wenden themenspezifischen englischen Wortschatz sowie geeignete sprachliche Mittel zum Beschreiben, Vergleichen, Diskutieren, Argumentieren und Präsentieren sicher an.​ Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ​​analysieren, bewerten und reflektieren unterschiedliche analoge und digitale Medienformate (z. B. Kampagnen, Social-Media-Beiträge, Statistiken und Informationsmaterialien) hinsichtlich ihrer Informations- und Überzeugungsfunktion.​ ​​bewerten Informationen aus authentischen Quellen kritisch und nutzen diese zur Entwicklung eigener evidenzbasierter Argumentationen.​ ​​reflektieren den Einfluss medial vermittelter Geschlechterstereotype auf Wahrnehmung, Berufswahl und gesellschaftliche Rollenbilder.​ ​​gestalten auf Grundlage authentischer Materialien eine eigene zielgruppenorientierte Image-Kampagne zur Erweiterung geschlechterunabhängiger Berufswahlen und setzen dabei geeignete Gestaltungs- und Kommunikationsstrategien ein.​ Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ​​entnehmen Informationen aus unterschiedlichen Textsorten und Darstellungsformen, strukturieren diese und setzen sie in Beziehung zueinander.​ ​​vergleichen, analysieren und bewerten authentische Materialien mithilfe geeigneter Strategien der Text-, Bild- und Datenanalyse.​ ​​entwickeln auf Grundlage ihrer Analyse eigene Lösungsansätze und übertragen ihre Erkenntnisse auf neue Handlungssituationen.​ ​​präsentieren Arbeitsergebnisse adressatengerecht, begründen ihre Entscheidungen nachvollziehbar und reflektieren den eigenen Lernprozess.​ Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ​​arbeiten kooperativ in Partner- und Gruppenarbeitsphasen zusammen und übernehmen Verantwortung für gemeinsame Arbeitsprozesse.​ ​​tauschen unterschiedliche Sichtweisen respektvoll aus und setzen sich konstruktiv mit anderen Positionen auseinander.​ ​​reflektieren gesellschaftliche Vielfalt sowie unterschiedliche Lebens- und Berufsperspektiven und entwickeln Offenheit gegenüber verschiedenen Rollenbildern.​ ​​geben wertschätzendes Feedback, begründen ihre Einschätzungen sachlich und berücksichtigen unterschiedliche Perspektiven bei der Bewertung von Arbeitsergebnissen.​

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Bauen früher und heute an Dächern erforschen

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für das Fach Sachunterricht der Klasse 4 ermöglicht Schülerinnen und Schüler eine Entdeckungsreise durch die Geschichte des Bauens. Anhand von Hausdächern im Wandeln der Zeit entdecken sie, warum Dachformen so unterschiedlich sind und wie Klima und Materialien das Bauen beeinflusst. Die Lernenden untersuchen historische Naturmaterialien wie prüfen Aussagen über Materialien und lernen spielerisch das Dachdeckerhandwerk kennen. Das Arbeitsblatt greift Dächer als Teil der gebauten Umwelt auf und verbindet die Perspektiven Technik, Raum und Zeit. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen Dachformen und -materialien aus früheren Zeiten mit heutigen Beispielen. Sie ordnen Bilder von Sattel-, Walm-, Flach- und Pultdächer kurzen Beschreibungstexten zu und erschließen anschließend anhand eines Sachtexts, weshalb Dächer je nach Wetterbedingungen, Region und verfügbaren Ressourcen unterschiedlich gestaltet sind. In einer Richtig-falsch-Aufgabe überprüfen sie ihr Textverständnis und malen die Abbildungen von Dächer in den passenden Farben. Anschließend lernen sie, welche Aufgaben Dachdeckerinnen und Dachdecker übernehmen und welche Sicherheitsausrüstung bei Arbeiten auf dem Dach notwendig ist. Abschließend übertragen die Lernenden das erworbenes Wissen auf ihre eigene Umgebung: In einer Postkarte nehmen sie die Perspektive eines Dachdeckers ein und bei der Aufgabe "Dach-Detektive" untersuchen sie Dächer in ihrem Wohnumfeld. Ein Bastelbogen ergänzt das Arbeitsblatt durch eine handlungsorientierte Gestaltungsaufgabe. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen ein eigenes Haus, wählen Materialien und Farben für Wände und Dach aus und setzen die Vorlage durch Ausschneiden, Falten und Kleben zu einem dreidimensionalen Modell zusammen. Dabei übertragen sie ihr Wissen über Dachmaterialien auf eine eigene Gestaltung und erkennen die Funktion des Dachüberstands: Er schützt die Hauswände, indem Regenwasser abtropfen kann. Der Bastelbogen verbindet sachunterrichtliche Inhalte mit räumlichem Vorstellungsvermögen, feinmotorischen Fähigkeiten und kreativem Gestalten. Das Arbeitsblatt eignet sich für den Sachunterricht in den Klassen 3 und 4, insbesondere für die Themenbereiche Bauen und Wohnen, gestaltete Umwelt sowie Veränderungen von Lebensumständen früher und heute. Es lässt sich bei Bedarf mit Deutsch oder Kunst verknüpfen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler vergleichen Dachformen und Dachmaterialien aus früheren Zeiten mit heutigen Beispielen. kennen Reet, Holzschindeln und Tonziegel als historische Dachmaterialien. beschreiben, dass Wetterbedingungen, regionale Gegebenheiten und verfügbare Materialien die Gestaltung von Dächern beeinflussen. erkennen Dächer als Teil der gebauten und gestalteten Umwelt. kennen ausgewählte Aufgaben aus dem Berufsalltag von Dachdeckerinnen und Dachdeckern. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen einem Sachtext gezielt Informationen und nutzen diese zur Bearbeitung von Zuordnungs-, Lücken- und Richtig-falsch-Aufgaben. vergleichen Informationen, Abbildungen und Beispiele aus unterschiedlichen Zeiten. beobachten Dächer in ihrer Umgebung und übertragen ihr Wissen auf reale Beispiele. verwenden Fachbegriffe zu Dachformen und Dachmaterialien sachgerecht. halten ihre Erkenntnisse schriftlich und gestalterisch fest. Sprach- und Darstellungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Dachformen, Dachmaterialien und deren Merkmale mit einfachen Fachbegriffen. formulieren einen kurzen Text aus einer vorgegebenen Perspektive und gestalten eine Postkarte. stellen Zusammenhänge zwischen Umweltbedingungen, Materialien und Bauweisen sprachlich dar. Überfachliche Kompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Veränderungen der gebauten Umwelt und von Wohnformen im Zeitverlauf auseinander. nehmen die eigene Umgebung bewusst wahr und erkunden sie selbstständig. entwickeln Wertschätzung für handwerkliche Arbeit und für die Bedeutung von Sicherheit bei Arbeiten in großer Höhe.

  • Sachunterricht
  • Primarstufe

Préparer son dossier de candidature

Das Arbeitsblatt für das Fach Französisch der Klassen 8–9 vermittelt den Schülerinnen und Schülern, wie eine Bewerbung für ein Praktikum in Frankreich aufgebaut ist. Sie analysieren eine Stellenanzeige einer französischen Bäckerei und erstellen ein eigenes Anschreiben sowie einen Lebenslauf. Dabei wiederholen und verwenden sie das conditionnel présent. Mithilfe dieses Arbeitsblattes lernen die Schülerinnen und Schüler die Bestandteile einer französischen Bewerbung, die damit verbunden wichtigsten Vokabeln sowie das conditionnel présent kennen. Die Schülerinnen und Schüler werden in das Thema eingeführt, indem sie sich die Informationen einer französischen Praktikumsanzeige mithilfe der visuellen Gestaltung sowie einiger Vokabelhilfen erschließen und auf diese mittels einer Bewerbung reagieren zu können. Zentral ist somit die Frage, wie man eine Stellenanzeige versteht, welche Informationen sie bereithält und wie man Wünsche hinsichtlich eines dort verübten Praktikums mithilfe des conditionnel présent ausdrücken kann. Um die Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, üben sie die Bildung des conditionnel présent direkt in einer thematisch eingebundenen Übung. Um die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, sich selbst auf eine solche Stelle zu bewerben, wird ihnen anschließend ein exemplarisches Anschreiben präsentiert, das sie analysieren und als Vorlage für eine eigene Bewerbung bei einer Stellenausschreibung aus dem französischen Handwerk nehmen. Abschließend verfassen die Schülerinnen und Schüler zu dieser Ausschreibung einen eigenen Lebenslauf, nachdem sie eine Vorlage zur Orientierung sowie Formulierungshilfen erhalten haben. Der sehr praktische Bezug bietet eine Hilfe für die Schülerinnen und Schüler und motiviert sie, sich auf die angebotene Stelle zu bewerben. Landeskundliche Aspekte werden ebenfalls aufgeführt, um den Schülerinnen und Schülern weiterführende Besonderheiten der französischen Bewerbung zu vermitteln. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können eine Stellenanzeige für ein Praktikum in einem Handwerksbetrieb verstehen (Rezeption/ Lesen). typische Phrasen einer französischen Bewerbung verstehen (Rezeption/ Lesen). wichtige Bestandteile eines Anschreibens und eines Lebenslaufs verstehen und erkennen (Rezeption/ Lesen). ein Anschreiben und einen Lebenslauf verfassen unter Berücksichtigung der formspezifischen Vorgaben in Frankreich (Produktion/ Schreiben). typische Phrasen einer französischen Bewerbung zielgerichtet verwenden (Sprachliche Mittel einsetzen). das conditionnel présent bilden und situationsgerecht anwenden (Sprachliche Mittel einsetzen). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können authentische französische Medien verstehen und verarbeiten. ein eigenes Anschreiben sowie einen eigenen Lebenslauf verfassen. Interkulturelle Kompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihr interkulturelles Wissen, indem sie Unterschiede zwischen einer deutschen und französischen Bewerbung feststellen. erweitern ihr interkulturelles Wissen, indem sie in elementaren formellen Begegnungssituationen unter Beachtung kulturspezifischer Konventionen und Besonderheiten kommunikativ angemessen handeln.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I

​Exercices interactifs sur la candidature​

Interaktives

Die interaktive Übung für das Fach Französisch der Klassen 8–9 vermittelt den Schülerinnen und Schülern grundlegende Kenntnisse, um sich auf eine Bewerbung für ein Praktikum in Frankreich vorzubereiten. Sie üben Wortschatz zur Jobsuche und Bewerbung, erschließen den Aufbau eines Anschreibens und eines Lebenslaufes und wenden das conditionnel présent an. Dabei ordnen sie Bestandteile einer Bewerbung zu und überprüfen Angaben zu einem französischen Lebenslauf. Die interaktive Übung umfasst acht H5P-Aufgaben rund um die Bewerbung für ein Praktikum und die Verwendung des conditionnel présent. Die Schülerinnen und Schüler erweitern zunächst ihren Wortschatz zu Bewerbung, Anschreiben und Lebenslauf und wenden ihn in Zuordnungs- und Lückentextaufgaben an. Anschließend bilden und verwenden sie das conditionnel présent in einfachen Sätzen und erkennen, dass man damit Wünsche und höfliche Bitten ausdrücken kann. Zum Abschluss ordnen die Schülerinnen und Schüler die Bestandteile eines französischen Bewerbungsschreibens, suchen passende Kompetenzadjektive und erschließen mithilfe von Hotspots Aufbau und Inhalte eines französischen CV. Wahr-/Falsch-Aufgaben sichern die Erkenntnisse und unterstützen den Transfer auf eine eigene Bewerbung. Aufgabe 1: Die Schülerinnen und Schüler ordnen zentrale Vokabeln rund um das Thema Bewerbung der jeweiligen Übersetzung zu. Aufgabe 2: Die Schülerinnen und Schüler ergänzen einen Lückentext zum Bewerbungsprozess mit passenden Wörtern und üben somit das Vokabular kontextgebunden zu verwenden. Aufgabe 3: Die Schülerinnen und Schüler bringen die Bestandteile eines französischen Anschreibens in die richtige Reihenfolge. Aufgabe 4: Die Schülerinnen und Schüler finden in einem Wortgitter französische Adjektive, die persönliche Kompetenzen beschreiben. Aufgabe 5: Die Schülerinnen und Schüler geben durch Wahr-/Falsch Aussagen an, wann und wie das conditionnel présent verwendet wird. Aufgabe 6: Die Schülerinnen und Schüler bilden und verwenden Formen des conditionnel présent in Sätzen zum Thema Bewerbung. Aufgabe 7: Die Schülerinnen und Schüler erschließen Aufbau und Inhalte eines französischen CV mithilfe von Hotspots und lernen so frankreichspezifische Besonderheiten des CVs kennen. Aufgabe 8: Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihr Wissen über den französischen CV mithilfe von Wahr-/Falsch-Aufgaben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können zentralen Wortschatz rund um Praktikumsbewerbung, Anschreiben und Lebenslauf verstehen und anwenden. können ein begrenztes Inventar sprachlicher Mittel funktional einsetzen. können Formen des conditionnel présent bilden und in einfachen Sätzen verwenden und somit Wünsche, Absichten und höfliche Bitten ausdrücken. können typische Phrasen und Bestandteile eines französischen Bewerbungsschreibens erkennen, ordnen und verwenden. können zentrale Rubriken eines französischen CV erschließen und Informationen in Ausbildung und Erfahrungen antichronologisch einordnen. können persönliche Kompetenzen und Interessen auf Französisch benennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können digitale Übungs- und Testaufgaben zum selbstgesteuerten und systematischen Sprachtraining einsetzen. können verschiedene interaktive H5P-Aufgaben sicher bedienen und Navigations- sowie Feedbackelemente nutzen. können digitale Informationen aus einem CV gezielt entnehmen und für die Bearbeitung nutzen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können unterschiedliche Aufgabenformate (Zuordnen, Lückentext, Sortieren, Wortsuchgitter, Wahr/Falsch und Hotspots) zielgerichtet bearbeiten. können aus unmittelbarem Feedback Fehler erkennen und sprachliche Strukturen selbstständig korrigieren. Interkulturelle Kompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihr interkulturelles Wissen, indem sie Unterschiede zwischen einer deutschen und französischen Bewerbung feststellen. erweitern ihr interkulturelles Wissen, indem sie in elementaren formellen Begegnungssituationen unter Beachtung kulturspezifischer Konventionen und Besonderheiten kommunikativ angemessen handeln.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I

Fachkräftemangel und Arbeitsmarkt­politik ​diskutieren​

Das Arbeitsblatt für das Fach Politik / Wirtschaft der Klassen 11–13 erschließt anhand eines Fallbeispiels, wie Anerkennungsverfahren über Arbeitsmarktchancen zugewanderter Fachkräfte entscheiden. Die Schülerinnen und Schüler analysieren, wie Fachkräftemangel und Migration zusammenhängen, und diskutieren, ob bestehende Regelungen der Arbeitsmarktpolitik Lösungsansätze bieten oder Hürden aufbauen. Der demografische Wandel stellt Deutschland vor strukturelle Herausforderungen: Mehr erfahrene Fachkräfte gehen in Rente, als Jüngere nachrücken. Gleichzeitig steigen die Qualifikationsanforderungen in vielen Berufsfeldern. Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte wird damit zur arbeitsmarktpolitischen Notwendigkeit – wirft aber zugleich Fragen nach fairer Integration und der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse auf. Das Gerüstbauer-Handwerk dient als konkreter, lebensweltnaher Anknüpfungspunkt, um diese gesellschaftlich relevante Debatte im Unterricht im Fach Politik und Wirtschaft zu erschließen. Insbesondere die Handwerksberufe, wie das Gerüstbauer-Handwerk sind stark vom Fachkräftemangel betroffen und deshalb auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen. Zugleich ist das Niveau der Ausbildung nirgends so hoch wie in Deutschland, weshalb die Anerkennung ausländischer Qualifikationen insbesondere mit Blick auf die im Gerüstbau besonders wichtige Arbeitssicherheit sorgfältig geprüft werden muss. Das Arbeitsmaterial führt in die Thematik des Fachkräftemangels und der Berufsanerkennung ausländischer Qualifikationen ein. Am Beispiel des Gerüstbauer-Handwerks analysieren die Schülerinnen und Schüler, wie demografischer Wandel und Zuwanderung den deutschen Arbeitsmarkt beeinflussen, und setzen sich mit dem gesetzlichen Anerkennungsverfahren auseinander. Das Material verbindet ein konkretes Fallbeispiel mit einem Informationstext sowie einer Statistik und fördert so die Fähigkeit zur Quellenanalyse, zur Urteilsbildung und zur politischen Diskussion. Das Material kann als Ergänzung zur Unterrichtseinheit „ Globalisierte Arbeitsmärkte – Chancen und Risiken am Beispiel des Gerüstbaus bewerten “ eingesetzt werden – und ist außerdem anschlussfähig zu den Lehrplanthemen Arbeitsmarktpolitik, Entwicklung von Beschäftigung und Beschäftigungsstrukturen, demografischer Wandel, Fachkräftemangel sowie Migration: Chancen und Herausforderungen für die bundesdeutsche Gesellschaft, Folgen und Lösungsansätze zum Thema Fachkräftemangel und Ausbildung und Berufswahl in einer sich verändernden Gesellschafts- und Wirtschaftswelt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen zentrale Fachbegriffe kennen und verstehen deren Bedeutung: Fachkräftemangel, Mismatch, Anerkennungsverfahren, Gleichwertigkeitsfeststellung, reglementierter Beruf. verstehen die Ursachen des Fachkräftemangels und erkennen den demografischen Wandel als einen zentralen Treiber struktureller Arbeitsmarktveränderungen. beschreiben das gesetzliche Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsqualifikationen und erklären dessen Bedeutung für Fachkräfte und den Arbeitsmarkt. erkennen, dass Berufsanerkennung je nach Berufsfeld unterschiedlich geregelt ist, und unterscheiden zwischen reglementierten und nicht-reglementierten Berufen. analysieren Herausforderungen der Fachkräftezuwanderung aus verschiedenen Perspektiven – der betroffenen Fachkräfte, der Unternehmen und der Politik. beurteilen konkurrierende politische Positionen zur Gestaltung von Anerkennungsverfahren und entwickeln eigene begründete Urteile. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen und analysieren unterschiedliche Quellengattungen: Fallbeispiel, Informationstext und Statistik. werten eine Grafik zu Anerkennungsverfahren aus, setzen die Daten in Beziehung zu Textaussagen und ziehen fundierte Schlussfolgerungen. fassen Informationen strukturiert zusammen und bereiten Ergebnisse für Diskussionen auf. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nehmen unterschiedliche Perspektiven ein – z. B. die einer zugewanderten Fachkraft, eines Unternehmens oder der Politik – und reflektieren diese kritisch. entwickeln Empathie für die Lebenssituation von Menschen mit Migrationserfahrung auf dem Arbeitsmarkt. geben begründete Sach- und Werturteile ab und setzen sich konstruktiv mit gegensätzlichen Positionen auseinander. beteiligen sich aktiv an Diskussionen und vertreten eigene Standpunkte tolerant und argumentativ.

  • Politik / Wirtschaft
  • Sekundarstufe II

Bewerbung schreiben und vorstellen üben

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch der Klassen 7–9 vermittelt den Schülerinnen und Schülern, wie sie aussagekräftige Bewerbungsunterlagen mit Anschreiben und Lebenslauf formulieren. Schreibanlass ist im vorliegenden Beispiel eine Bewerbung um ein Praktikum in einer Kfz-Werkstatt. Sie reflektieren eigene Stärken, analysieren Stellenanzeigen, untersuchen den Aufbau von Lebenslauf und Anschreiben, erkennen typische Fehler und verfassen eigene Texte für eine Bewerbung auch in digitaler Form. Die Unterrichtseinheit verbindet praxisnahes Bewerbungstraining mit sprachlicher Kompetenzförderung und ist thematisch im Berufsfeld des Kfz-Handwerks verortet. Das erste Arbeitsblatt aktiviert die Lernenden über eine gezielte Selbstreflexion: Sie setzen sich differenziert mit ihren eigenen Stärken und Interessen auseinander und gleichen diese mit dem Berufsbild der Kraftfahrzeugmechatronikerin bzw. des Kraftfahrzeugmechatronikers ab. Die Analyse zweier für die Altersgruppe passender Stellenanzeigen schult dabei das gezielte Lesen und Verstehen von Sachtexten. Das zweite Arbeitsblatt führt in die Textsorte Lebenslauf ein. Eingebettet in einen altersgerechten Kontext erkennen Schülerinnen und Schüler typische Fehler eines fehlerhaften Musterdokuments, erschließen sich über eine Mustervorlage gängige Gestaltungsregeln für einen Lebenslauf und übertragen ihr Wissen auf einen eigenen Lebenslauf, der ggf. schon als Vorlage zur Verfügung gestellt werden kann. Das dritte Arbeitsblatt widmet sich dem Anschreiben als zentralem Bestandteil der Bewerbungsmappe. Durch eine Rekonstruktionsaufgabe erschließen die Lernenden selbstständig Aufbau und Funktion der einzelnen Textbausteine. Dieses Wissen wird erneut auch für das Erstellen eigenen Bewerbungsunterlagen genutzt. Abschließend thematisiert die Einheit die Besonderheiten der digitalen Bewerbung und vermittelt grundlegende Regeln für eine professionelle Kommunikation per E-Mail oder Online-Formular. Die fiktive Figur Kim sowie die konstante Referenz auf denselben Betrieb und dieselben Stellenanzeigen sorgt für einen inhaltlichen roten Faden und schafft einen echten Schreibanlass: Am Ende der Einheit haben alle Lernenden einen Lebenslauf und ein Anschreiben für ihre Bewerbungsmappe erarbeitet. Das Bewerbungsschreiben gehört zu den zentralen Schreibanlässen, mit denen Schülerinnen und Schüler in der Schule und vor allem unmittelbar danach konfrontiert werden. Die Einbettung in den Kontext des Kfz-Handwerks macht das Thema für eine breite Zielgruppe zugänglich – unabhängig davon, ob die Lernenden diesen Berufsweg tatsächlich einschlagen möchten. Die Materialien können darüber hinaus im Rahmen des Girls' & Boys' Day eingesetzt oder als Vorbereitung auf ein Betriebspraktikum genutzt werden. Die Einheit setzt keine spezifischen Vorkenntnisse voraus. Erfahrungen mit einfachen Sachtexten sind ausreichend. Gegebenenfalls kann die Aktivierung von Wissen über das Verfassen von Briefen hilfreich sein. Die Einheit folgt einem handlungsorientierten Ansatz: Jedes Arbeitsblatt verbindet Analyse, Reflexion und eigene Textproduktion. Der narrative Rahmen rund um die Figur Kim senkt die Hemmschwelle, eigene Fehler zu erkennen, und schafft eine motivierende Distanz zum eigenen Schreiben. Teilweise ermöglichen die Aufgaben eine Binnendifferenzierung. Einzel- und Partnerarbeitsphasen wechseln sich ab und fördern sowohl selbstständiges als auch kooperatives Arbeiten. Als ergänzendes Material wird der Praxisleitfaden Bewerbung benötigt, auf den die Arbeitsblätter mehrfach verweisen und der den Schülerinnen und Schülern idealerweise zu Beginn der Einheit ausgehändigt oder für die Dauer der Unterrichtseinheit digital, z. B. über den QR-Code oder als PDF, zur Verfügung gestellt werden sollte. Für das Verfassen des eigenen Lebenslaufs und des Bewerbungsanschreibens benötigen die Lernenden zudem Zugang zu einem Computer oder Tablet, um diese direkt digital erstellen und für den späteren Gebrauch speichern zu können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… kennen Aufbau, Funktion und sprachliche Merkmale zentraler Bewerbungstexte (Lebenslauf, Anschreiben) und können diese situationsgerecht verfassen. untersuchen Sachtexte mit dem Ziel gezielter Informationsentnahme. bewerten Texte im Hinblick auf inhaltliche Vollständigkeit, sprachliche Angemessenheit und formale Korrektheit. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… nutzen digitale Informationsquellen gezielt zur Recherche von Berufsbildern, Ausbildungsmöglichkeiten und zum Erstellen von Bewerbungsunterlagen. kennen die Besonderheiten digitaler Kommunikation im beruflichen Kontext und unterscheiden zwischen privater und formeller Online-Kommunikation. erstellen digitale Dokumente - Lebenslauf und Anschreiben - unter Berücksichtigung formaler und gestalterischer Anforderungen und können diese für eine digitale Bewerbung aufbereiten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… reflektieren ihre eigenen Stärken, Interessen und Kompetenzen und geben konstruktives Feedback. entwickeln durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Bewerbung eine realistische Selbsteinschätzung und stärken ihr Bewusstsein für die eigene berufliche Zukunft.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I

Diskontinuierliche Texte und Sprache analysieren

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch der Klassen 9–10 vermittelt den Schülerinnen und Schülern Grundlagen zur Analyse von Sachtexten. Der Fokus in dieser Einheit liegt auf der sprachlichen Darstellung von Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler werten Tabellen, Statistiken und Reportagen aus, untersuchen sprachliche Strukturen wie Aktiv- und Passivformen sowie Konnotationen und reflektieren, wie Sprache Wahrnehmung, Wertung und gesellschaftliche Sichtbarkeit beeinflusst. Die Unterrichtseinheit "Diskontinuierliche Texte und Sprache analysieren – Unsichtbare Held*innen oder doch nur Putzfrauen?“ rückt eine oft übersehene Berufsgruppe in den Fokus und verbindet dabei Sprachreflexion mit gesellschaftlichem Lernen . Ausgangspunkt sind diskontinuierliche Texte wie Tabellen, Statistiken und Infografiken, anhand derer Lernende lernen, Daten kritisch zu analysieren, Kernaussagen herauszuarbeiten und Darstellungsweisen zu hinterfragen. Der inhaltliche Fokus des 1. Arbeitsblattes liegt dabei auf den Themen Lohnentwicklung, Arbeitsmarktintegration und gesellschaftlicher Bedeutung von Reinigungsarbeiten. Im weiteren Verlauf ( Arbeitsblatt 2 ) erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Perspektive durch die Analyse audiovisueller Medien (Dokumentationen und Reportagen). Sie untersuchen kriteriengeleitet die Darstellung der Arbeitsrealitäten von Reinigungskräften in Dokumentationen. Gleichzeitig werden eigene Haltungen reflektiert und mit realen Erfahrungen verknüpft, etwa durch die Vorbereitung und Durchführung eines Interviews mit einer Reinigungskraft aus dem schulischen Umfeld. Zum Schluss ( Arbeitsblatt 3 ) liegt der Schwerpunkt auf der bewussten Auseinandersetzung mit Sprache als Mittel der Darstellung und Macht. Die Schülerinnen und Schüler analysieren beispielsweise die Wirkung von Berufsbezeichnungen und deren Konnotationen sowie Aktiv- und Passivkonstruktionen und erkennen, wie sprachliche Strukturen dazu beitragen können, Menschen sichtbar zu machen oder zu marginalisieren. Insgesamt verfolgt die Unterrichtseinheit das Ziel, sprachliche Analysekompetenz, kritisches Denken und gesellschaftliche Sensibilität miteinander zu verknüpfen und so eine reflektierte Auseinandersetzung mit Arbeit in Reinigungsberufen, der dabei verwendeten Sprache und Wertschätzung der Arbeit im Alltag zu fördern. Die Unterrichtseinheit greift mit der Auseinandersetzung um die oft "unsichtbare" Arbeit von Reinigungsberufen ein gesellschaftlich bedeutsames Thema auf. Schülerinnen und Schüler begegnen Reinigungskräften täglich im schulischen Umfeld, nehmen diese Arbeit als selbstverständlich wahr und reflektieren deren Arbeit jedoch selten bewusst. Die Verbindung von Sprachreflexion und Kennenlernen sozialer Wirklichkeit ermöglicht es, Alltagswahrnehmungen kritisch zu hinterfragen und Wertschätzung sowie Perspektivwechsel anzubahnen. Gleichzeitig wird durch die Arbeit mit Sachtexten und audiovisuellen Medien ein zentraler Kompetenzbereich des Deutschunterrichts adressiert. Als Vorkenntnisse sollten grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit Sachtexten sowie Kenntnisse zu sprachlichen Phänomenen (z. B. Aktiv/Passiv, Wortwahl) vorhanden sein. Diese werden im Verlauf der Einheit aufgegriffen und vertieft, etwa durch die Analyse von Konnotationen oder die kritische Betrachtung von Darstellungsformen in Statistiken und Reportagen. Methodisch ist die Einheit abwechslungsreich angelegt und folgt einem zunehmenden Grad an Komplexität: von der Analyse diskontinuierlicher Texte über audiovisuelle Medien hin zur eigenen Sprachreflexion und -produktion und realen Begegnungssituationen. Unterschiedliche Sozialformen (Paararbeit, Gruppengespräche, eigenständige Recherche) fördern kooperative Lernprozesse und ermöglichen Differenzierung. Besonders hervorzuheben ist die handlungsorientierte Öffnung durch geplante Interviews und Kontaktaufnahme mit z.B. Reinigungspersonal in der Schule, was authentische Kommunikation fördert und Lernen über den Klassenraum hinaus ermöglicht. In der Vorbereitung sollten Lehrkräfte die Materialien sichten und ggf. eine Material- und Aufgabenauswahl treffen. Insbesondere zu den externen Inhalten (Zugang über die QR-Codes) sollten die Schülerinnen und Schüler Zugang erhalten oder die Inhalte sollten von der Lehrkraft gesichert und zentral zugänglich gemacht werden. Zudem empfiehlt sich eine sensible Einführung in das Thema, um stereotype Zuschreibungen bewusst zu machen und eine respektvolle Gesprächskultur zu etablieren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… analysieren Sachtexte (kontinuierliche und diskontinuierliche Texte) und erschließen deren Kernaussagen. untersuchen Sprache hinsichtlich ihrer Nutzung und Wirkung und übertragen diese Erkenntnisse auf eigene Texte. reflektieren gesellschaftliche Zusammenhänge von Arbeit, Sprache und Wertung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… recherchieren Informationen in digitalen Medien und bewerten diese kritisch hinsichtlich Qualität und Intention Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… arbeiten kooperativ und tauschen sich respektvoll über unterschiedliche Perspektiven aus. entwickeln Empathie und Wertschätzung gegenüber Menschen in Reinigungsberufen. gestalten kommunikative Situationen verantwortungsbewusst, beispielsweise im Rahmen eines Interviews.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I

Arbeitsmärkte im globalen Wettbewerb

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Politik / Wirtschaft der Klassen 12–13 vermittelt den Schülerinnen und Schülern, welchen Einfluss die Globalisierung auf Arbeitsmärkte im internationalen Vergleich hat und wie nationale Rahmenbedingungen den Wettbewerb beeinflussen. Am Beispiel des Gerüstbauer-Handwerks analysieren sie Arbeitskosten, Arbeitsbedingungen und Qualifikationen im europäischen Vergleich und setzen sich mit Chancen, Risiken und fairen Wettbewerbsbedingungen auseinander. Im Zuge der Globalisierung verändern sich Arbeitsmärkte grundlegend. Unternehmen stehen im internationalen Wettbewerb um Aufträge, Kosten und Fachkräfte, während Arbeitskräfte ihre Qualifikationen zunehmend grenzüberschreitend einsetzen können. Dadurch entstehen Chancen, aber auch Herausforderungen für Beschäftigung und Mobilität. In Europa prägen unterschiedliche nationale Rahmenbedingungen – etwa Ausbildungssysteme, Arbeitskosten und rechtliche Vorgaben – sowohl die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen als auch die Arbeitsbedingungen. Die Unterrichtseinheit verdeutlicht, dass globale Arbeitsmärkte konkrete Auswirkungen auf Betriebe, Berufe und individuelle Chancen haben. Im Fokus steht der europäische Bau- und Gerüstbausektor als Beispiel für diese Dynamik. Die Lernenden analysieren Merkmale internationaler Arbeitsmärkte sowie Unterschiede bei Löhnen, Arbeitsbedingungen und Qualifikationen. Zudem untersuchen sie, wie sich diese Unterschiede auf Wettbewerb und Unternehmensstrategien auswirken. Chancen wie Spezialisierung, Qualität und Innovation werden aufgezeigt. Beispiele aus Deutschland, Rumänien und Norwegen verdeutlichen die Auswirkungen auf den Wettbewerb. Abschließend reflektieren die Lernenden Fragen von Fairness und entwickeln eigene Einschätzungen zu Chancen und Risiken der Globalisierung. Die Unterrichtseinheit ist für den Einsatz in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe im Fach Politik und Wirtschaft im Kontext der Themenfelder Globalisierung, Arbeitswelt und internationale Wirtschaftsbeziehungen konzipiert. Sie greift mit dem Thema "Arbeit in der globalisierten Welt" einen zentralen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationsprozess auf, der die Lebens- und Berufschancen der Schülerinnen und Schüler unmittelbar betrifft. Ziel der Unterrichtseinheit ist es, die Funktionsweise globalisierter Arbeitsmärkte verständlich zu machen und deren Auswirkungen auf Unternehmen, Beschäftigte und nationale Volkswirtschaften zu verdeutlichen. Dabei wird herausgearbeitet, dass Arbeit heute zunehmend international organisiert ist und sich Arbeitsbedingungen, Qualifikationsanforderungen sowie Wettbewerbsstrukturen im europäischen und globalen Kontext deutlich unterscheiden können. Die Einheit verfolgt einen stark lebensweltorientierten Ansatz. Ausgangspunkt sind dabei konkrete berufliche Situationen – etwa internationale Stellenausschreibungen, Unterschiede zwischen nationalen und internationalen Arbeitsmärkten sowie reale Unternehmensbeispiele aus dem europäischen Baugewerbe. Durch diese Fallbezüge wird der abstrakte Begriff der Globalisierung für die Lernenden greifbar und mit ihrer eigenen Zukunfts- und Berufsperspektive verknüpft. Didaktisch folgt die Einheit dem nachfolgenden Verlauf: Zunächst werden grundlegende Merkmale globalisierter Arbeitsmärkte erarbeitet (Mobilität, Standardisierung, Wettbewerb und Vernetzung). Anschließend erfolgt die Anwendung auf konkrete Beispiele aus der Berufswelt, insbesondere anhand internationaler Stellenausschreibungen sowie des Vergleichs von Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in Deutschland und Rumänien. Darauf aufbauend analysieren die Lernenden reale wirtschaftliche Zusammenhänge im europäischen Bau- und Gerüstbausektor und übertragen diese auf die Handlungsebene von Unternehmen. Im Zentrum steht dabei die Arbeit mit realitätsnahen Materialien und statistischen Daten (z. B. Eurostat- und EURES-Informationen). Die Schülerinnen und Schüler lernen, wirtschaftliche Unterschiede innerhalb Europas zu analysieren, zu erklären und in ihren Auswirkungen auf Wettbewerb, Löhne und Arbeitsbedingungen zu bewerten. Gleichzeitig werden grundlegende Kompetenzen der Daten- und Quellenanalyse geschult, die für die Oberstufe und das Abitur relevant sind. Darüber hinaus fördert die Unterrichtseinheit gezielt kommunikative und argumentative Kompetenzen durch kooperative Arbeitsformen, Plenumsdiskussionen und eine abschließende strukturierte Bewertung der Globalisierung am Beispiel eines mittelständischen Unternehmens. Die Lernenden werden dabei in die Lage versetzt, wirtschaftliche Zielkonflikte zu erkennen und unterschiedliche Perspektiven (Unternehmen, Beschäftigte, Staaten) einzunehmen und abzuwägen. Vorkenntnisse zur Europäischen Union oder zu wirtschaftspolitischen Grundlagen sind hilfreich, jedoch nicht zwingend erforderlich, da zentrale Begriffe und Zusammenhänge in den Arbeitsmaterialien systematisch eingeführt und erläutert werden. Insgesamt ermöglicht die Unterrichtseinheit eine kompetenzorientierte, problemorientierte und schülernahe Auseinandersetzung mit der globalisierten Arbeitswelt. Sie verbindet wirtschaftliche Analysefähigkeit mit gesellschaftlicher Urteilsbildung und leistet damit einen direkten Beitrag zur Vorbereitung auf die Anforderungen der Qualifikationsphase und des Abiturs im Fach Politik und Wirtschaft. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… lernen das Konzept des globalisierten Arbeitsmarktes und dessen zentrale Merkmale kennen. lernen grundlegende Fachbegriffe (z. B. Arbeitsmarktglobalisierung, Arbeitsmobilität, Standardisierung, Lohnniveau, Wettbewerbsfähigkeit) und deren Bedeutung kennen. verstehen die Funktionsweise international vernetzter Arbeitsmärkte vor dem Hintergrund der Globalisierung. erkennen, dass unterschiedliche nationale Rahmenbedingungen (z. B. Löhne, Ausbildungssysteme, Sozialabgaben) die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten beeinflussen. können Unterschiede zwischen nationalen und internationalen Arbeitsmärkten beschreiben und erklären. verstehen, wie globale Arbeitsmarktprozesse Auswirkungen auf Unternehmen, Beschäftigte und Volkswirtschaften haben. erkennen den Einfluss globaler wirtschaftlicher Verflechtungen auf individuelle Berufs- und Lebensperspektiven. reflektieren die Bedeutung von Qualifikationen, Sprachkenntnissen und Mobilität im globalisierten Arbeitsmarkt. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… identifizieren relevante Quellen (z. B. Stellenanzeigen, Eurostat- und EURES-Daten). arbeiten mit Primär- und Sekundärmaterialien und werten diese aus, analysieren statistische Daten und vergleichen diese strukturiert (z. B. Arbeitskosten und Lohnniveaus). fassen Informationen zusammen, strukturieren diese und stellen sie in geeigneter Form dar (z. B. Tabellen, Mindmaps, Pro-/Contra-Übersichten). nutzen Informationen zur Analyse realer wirtschaftlicher Zusammenhänge und bereiten diese für Diskussionen und Präsentationen auf. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler… arbeiten kooperativ in Einzel-, Paar- und Gruppenarbeit, diskutieren fachliche Sachverhalte und entwickeln gemeinsame Lösungsansätze. geben begründete Sach- und Werturteile zu wirtschaftlichen Fragestellungen ab, nehmen unterschiedliche Perspektiven ein (z. B. Unternehmen, Beschäftigte, nationale und internationale Akteure), reflektieren wirtschaftliche Zielkonflikte und entwickeln ein differenziertes Urteilsvermögen hinsichtlich Globalisierung und Arbeitswelt. präsentieren Ergebnisse und beteiligen sich aktiv an Plenumsdiskussionen.

  • Politik / Wirtschaft
  • Sekundarstufe II
Nahaufnahme eines beleuchteten Globus mit Fokus auf Europa, auf dem Länder wie Frankreich, Deutschland und weitere europäische Staaten in verschiedenen Farben dargestellt sind.

La mobilité européenne dans le monde du travail

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Französisch der Klassen 11-12 vermittelt den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Möglichkeiten einer deutsch-französischen Mobilität im Rahmen einer Ausbildung. Es werden der organisatorische Rahmen sowie Chancen und Herausforderungen eines Aufenthaltes im Nachbarland behandelt. Authentische Materialien wie Erfahrungsberichte fördern Sprachmittlung und vertiefen die Anwendung des subjonctif. Anhand eines authentischen französischsprachigen Grundlagentextes zur Situation des Handwerks und zur europäischen Mobilität von Auszubildenden in Frankreich setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Chancen, Herausforderungen und dem organisatorischen Rahmen eines Ausbildungsaufenthalts im Zuge der Ausbildung im Nachbarland auseinander. Es wird somit ein Gegenbeispiel zum landläufig bekannten Auslandssemester während des Studiums gezeigt. Dazu recherchieren und strukturieren die Lernenden Informationen zu konkreten Aspekten des Mobilitätsprogramms, setzen sich mit der Bedeutung des Handwerks auseinander, lernen Beispiele und Erfahrungsberichte aus verschiedenen Handwerksbetrieben kennen, vergleichen die deutsche und französische Ausbildungspraxis und bereiten beispielhaft ein Auslandspraktikum im französischen Handwerk vor. Ergänzt wird dies methodisch durch Erfahrungsberichte deutscher Auszubildender, die die Schülerinnen und Schüler sprachmitteln, sowie durch ein Video (dt./frz.), in dem ein konkretes Projekt sowie dessen Nutzen vorgestellt werden. Sprachlich bedienen die Schülerinnen und Schüler sich dazu des Subjonctif und wiederholen das Verfassen einer formellen Mail. Schließlich wird auch die Mündlichkeit gefördert, indem die Schülerinnen und Schüler sich auf ein mögliches Gespräch mit einem Arbeitgeber vorbereiten und in einem Kugellager zu unterschiedlichen Aspekten der europäischen Mobilität äußern. So diskutieren sie abschließend, ob Mobilität in der beruflichen Bildung eine Chance für sie selbst und für alle ist. Besonders geeignet ist die Unterrichtseinheit damit für eine Kooperation mit der Berufsorientierung. Das Thema der europäischen Mobilität – nicht nur für Studierende, sondern auch für Auszubildende – ist im 21. Jahrhundert von entscheidender Bedeutung, da Europa eine politische wie auch wirtschaftliche und kulturelle Einheit darstellt und dies auch für künftige Generationen angesichts weltweiter Herausforderungen erstrebenswert ist. Einzubetten ist das Thema im hessischen Lehrplan in "Le monde du travail (débuter dans le monde du travail/choisir ses études et son métier)". Inhaltlich sind dies die Digitalisierung des Arbeitsumfelds sowie Mobilität. Dazu verschaffen sich die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über Möglichkeiten und Realität der beruflichen Mobilität in Frankreich und Europa und diskutieren diese. Sprachlich geht es zunächst um die Rezeption eines authentischen französischen Textes zur Organisation, zu Zielen und Vorteilen eines Auslandsaufenthalts. Der Fokus liegt danach auf der sprachlichen Produktion, zum einen mündlich, indem die Schülerinnen und Schüler positive Aspekte sowie Chancen und Grenzen der europäischen Mobilität, zu zweit, im Plenum und im Kugellager diskutieren. Zum anderen produzieren sie einen eigenen Text, indem sie eine formale Mail an ihren (fiktiven) Arbeitgeber verfassen und darin ihren eigenen Standpunkt vertreten. Dazu bedienen sie sich des Subjonctif, um eigene Wünsche und Zweifel auszudrücken. Nötige Informationen recherchieren sie eigenständig im Internet und in einem Video, dessen Inhalte sie ins Französische sprachmitteln. Möglicherweise werden Hilfen bei der Sprachmittlung benötigt, z. B. in Form eines Wörterbuchs (auch online), oder beim Verfassen einer formalen Mail oder dem Subjonctif. Zu diesem Zweck gibt es zu Arbeitsblatt 2 zwei Hilfen. Vorkenntnisse sind nicht weiter nötig, da die europäische Mobilität als in sich abgeschlossenes Thema behandelt werden kann. Methodisch ist es relevant, dass die Schülerinnen und Schüler von der Einzel- zur Partnerarbeit zum Plenum voranschreiten, weil dadurch gewährleistet wird, dass sie sich selbst mit dem Thema auseinandersetzen (Think), rückversichern können und so sprachliche wie inhaltliche Sicherheit erlangen (Pair) sowie richtige und wichtige Erkenntnisse für sich persönlich sichern (Share). Das simulierte Gespräch zwischen Arbeitgeberin bzw. Arbeitgeber und Auszubildender bzw. Auszubildendem sowie die formale Mail sollen dabei möglichst realistisch wirken, um die Schülerinnen und Schüler durch den Lebensweltbezug zu motivieren und ihnen konkrete Hilfen an die Hand zu geben, falls sie sich tatsächlich für solch einen Auslandsaufenthalt entscheiden. Das Kugellager trägt seinen Teil dazu bei, indem die Schülerinnen und Schüler mögliche Diskussionen mit Familie, Freunden und Arbeitgeberin bzw. Arbeitgeber proben, indem sie in zwei Kreisen immer zu zweit einander gegenübersitzen und etwa 1-2 Minuten pro These mit einem Partner bzw. einer Partnerin über eben diese diskutieren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten auseinander: débuter dans le monde du travail choisir ses études et son métier faire fâce aux défis professionnels Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können … Daten und Informationen recherchieren, nennen und bewerten. Textproduktion Die Schülerinnen und Schüler können … Schreibprozesse selbstständig planen, umsetzen und reflektieren. Texte in formeller oder persönlich-informeller Sprache verfassen unter Beachtung der wesentlichen Konventionen der jeweiligen Textsorten. Sprechen – an Gesprächen teilnehmen Die Schülerinnen und Schüler können … verbale und nicht-verbale Gesprächskonventionen situationsangemessen anwenden, um zum Beispiel ein Gespräch oder eine Diskussion zu eröffnen. auf Aussagen anderer Sprecher/innen eingehen, sich auf Gesprächspartner/innen einstellen und ein Gespräch beenden. zu aktuell bedeutsamen Sachverhalten in Gesprächen oder Diskussionen Stellung nehmen. Textrezeption / Lesen Die Schülerinnen und Schüler können … komplexe authentische Texte im Sinne eines erweiterten Textbegriffs (nicht-fiktionale Texte, Hörsehtexte) erschließen. die Hauptaussagen und deren unterstützende sprachliche und/oder inhaltliche Einzelinformationen erfassen. Sprachmittlung Die Schülerinnen und Schüler können … wesentliche Inhalte authentischer mündlicher oder schriftlicher Texte, auch zu weniger vertrauten Themen, in der jeweils anderen Sprache sowohl schriftlich als auch mündlich adressatengerecht und situationsangemessen für einen bestimmten Zweck wiedergeben.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

If-clauses and Sustainability

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Englisch der Klassen 9–10 verbindet funktionale Grammatik (Conditional Clauses Type I–III) mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Lernenden entwickeln sprachliche Mittel zur Formulierung realistischer, hypothetischer und vergangener Handlungsoptionen im Kontext klimafreundlicher Gebäudetechnologien. Durch authentische Auseinandersetzung mit ökologischen und ökonomischen Auswirkungen technischer Lösungen und reflektieren Handlungsmöglichkeiten. Die Unterrichtseinheit "If-Clauses & Sustainability: My Climate-Friendly Home" verbindet die Wiederholung und Vertiefung der englischen Conditional Types (Type I–III) mit einem lebensweltnahen und gesellschaftlich relevanten Thema: nachhaltiges Wohnen und energieeffiziente Gebäudetechnik. Ausgehend von der Leitfrage "How can we make our homes more climate-friendly and energy-efficient while saving money on utility bills?" setzen sich die Lernenden mit konkreten Maßnahmen zur Energie- und Wassereinsparung auseinander. Dabei lernen sie zentrale Technologien aus dem Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) kennen, wie Wärmepumpen, Dämmung oder wassersparende Systeme. Die Einheit folgt einer klaren Progression: Zunächst formulieren die Schülerinnen und Schüler realistische Handlungsmöglichkeiten mit Type I Conditionals. Darauf aufbauend entwickeln sie mithilfe von Type II Conditionals im Rahmen eines "Dream Eco-Home" visionäre und hypothetische Konzepte. Abschließend reflektieren sie vergangene Entscheidungen und verpasste Chancen im Bereich nachhaltiger Gebäudetechnik unter Verwendung von Type III Conditionals. Neben der sprachlichen Kompetenzentwicklung werden auch Bewertungskompetenz und nachhaltigkeitsbezogenes Denken gefördert. Die Lernenden setzen sich mit ökologischen und ökonomischen Auswirkungen technischer Lösungen auseinander und reflektieren sowohl individuelle als auch gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten. Die Unterrichtseinheit eignet sich besonders zur Verbindung von funktionalem Grammatiklernen mit Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie zur Förderung handlungs- und produktionsorientierter Kompetenzen. Die Unterrichtseinheit ist sowohl didaktisch als auch methodisch konsequent kompetenzorientiert aufgebaut und verbindet funktionales Grammatiklernen mit einem lebensweltnahen Kontext im Bereich nachhaltiger Gebäudetechnik. Didaktisch orientiert sich die Einheit an zentralen Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwick-lung (BNE). Das Thema "klimafreundliches Wohnen" weist eine hohe Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung auf, da steigende Energiepreise und ökologische Herausforderungen direkte Auswirkungen auf die Lebensrealität der Lernenden haben. Gleichzeitig ermöglicht der SHK-Kontext einen konkreten und anschaulichen Zugang zu technischen Lösungen und deren Bewertung. Die Progression entlang der Conditional Types I–III dient nicht nur der grammatischen Strukturierung, sondern bildet eine kognitive Entwicklung ab: von realistischen Handlungsmöglichkeiten (Type I) über visionäre Konzepte (Type II) hin zur reflektierenden Bewertung vergangener Entscheidungen (Type III). Dadurch wird Grammatik funktional als Denkwerkzeug genutzt. Methodisch wird ein Wechsel von Sozialformen eingesetzt. Einzelarbeitsphasen ermöglichen individuelle Sprachproduktion und Sicherung, während Paar- und Gruppenarbeiten kommunikative Kompetenzen fördern und kooperative Lernprozesse unterstützen. Insbesondere die Transferaufgaben (Beratungstext, Eco-Home-Konzept, Reflexion) ermöglichen eine handlungsorientierte Anwendung der erlernten Strukturen. Scaffolding-Elemente wie Satzstarter und strukturierte Aufgabenstellungen unterstützen leistungsschwächere Lernende, während offene und kreative Aufgaben Differenzierung nach oben ermöglichen. Typische Fehler (z. B. "will" im if-Satz oder "would" im Type III if-clause) werden gezielt aufgegriffen und korrigiert. Die Einheit setzt grundlegende Vorkenntnisse zu einfachen If-Clauses voraus, ist jedoch so aufgebaut, dass alle drei Conditional Types systematisch wiederholt und vertieft werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden Conditional Types I–III korrekt an. nutzen fachbezogenen Wortschatz im Kontext Nachhaltigkeit. formulieren argumentierende und reflektierende Texte. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen digitale Medien zur Recherche nachhaltiger Technologien. reflektieren Informationen kritisch. präsentieren Ergebnisse adressatengerecht. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ in Paar- und Gruppenarbeit. geben konstruktives Feedback. präsentieren Ergebnisse gemeinsam.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I
Gesichtshälften einer jungen und einer älteren Frau nebeneinander – Symbol für verschiedene Generationen

Demografie im Wandel – Zukunft des Sozialstaates

Kopiervorlage

Die Arbeitsblätter für das Fach Politik / Wirtschaft der Klasse 11 führen in den Themenkomplex Generationengerechtigkeit ein und setzen dabei einen Schwerpunkt auf den demografischen Wandel. Dieser wird im Zusammenhang mit dem Solidaritätsprinzip des Sozialstaats problemorientiert behandelt, wobei die Schülerinnen und Schüler sich mit möglichen Reformideen auseinandersetzen. Generationengerechtigkeit ist ein zentrales Thema in Politik und Gesellschaft. Der demografische Wandel verändert das Zusammenleben und stellt das Solidaritätsprinzip des Sozialstaats auf die Probe. Immer mehr Menschen gehen in Rente, während weniger jüngere Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten. Daraus ergeben sich Fragen nach fairer Lastenverteilung, sozialer Sicherung und gemeinsamen Zukunftsaussichten für alle Generationen. Die beiden Arbeitsblätter greifen diese Herausforderungen problemorientiert am Beispiel des Handwerks auf und fördern die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Dimensionen von Generationengerechtigkeit. Arbeitsblatt 1 führt in das Thema ein: Mithilfe eines Erklärvideos und einer interaktiven Bevölkerungspyramide analysieren die Schülerinnen und Schüler die Folgen des demografischen Wandels und lernen verschiedene Aspekte von Generationengerechtigkeit kennen. Das Solidaritätsprinzip sowie die Rolle des Handwerks werden exemplarisch aufgezeigt. Die Aufgaben leiten von der Beschreibung über die Analyse bis hin zur Diskussion gemeinsamer Verantwortung aller Generationen. Arbeitsblatt 2 vertieft die Fragestellung: Im Fokus stehen politische und gesellschaftliche Reformideen, um die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest zu machen. Ein Beispiel bildet die Debatte um eine "Sozialabgabenbremse", wie sie der Zentralverband des Deutschen Handwerks vorgeschlagen hat. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Chancen und Risiken solcher Vorschläge auseinander und entwickeln in Gruppen eigene Reformideen, die in einer Abschlussdiskussion reflektiert werden. Die Materialien verbinden lebensnahe Problemstellungen mit fachspezifischen Begriffen wie Sozialstaat, soziale Sicherung, Solidaritätsprinzip oder Arbeitswelt im Wandel. So fördern die Materialien nicht nur fachliches Wissen, sondern auch methodische Kompetenzen wie Problemlösungsfähigkeit, selbstständige Urteilsbildung und Anwendung in praktischen Kontexten. Ausgangspunkt ist das Prinzip der Problemorientierung: Anhand aktueller Entwicklungen wie dem demografischen Wandel oder den Veränderungen in der Arbeitswelt – exemplarisch verdeutlicht am Handwerk als Berufsstand – wird eine offene Fragestellung aufgeworfen, die die Schülerinnen und Schüler im Verlauf der Einheit durch Analyse, Diskussion und eigene Lösungsansätze bearbeiten. Das Handwerk fungiert hierbei als Impulsgeber : Es liefert konkrete Anknüpfungspunkte, etwa durch seine Beiträge zur Ausbildung, zur Stabilität der Sozialkassen oder zur Gestaltung nachhaltiger Lebens- und Arbeitsbedingungen. Dadurch wird exemplarisch sichtbar, wie gesellschaftliche Probleme praktisch bearbeitet werden können.

  • Politik / Wirtschaft
  • Sekundarstufe II

Die Materialien rund um das Thema Berufs- und Arbeitswelt

Diese Rubrik bündelt die Materialien rund um das Thema Arbeits- und Berufswelt. Dabei stehen vor allem grundlegende Fragestellungen im Mittelpunkt:

  • Welche Rolle hat das Handwerk im volkswirtschaftlichen Gesamtgefüge?
  • Welche Rolle haben Frauen im Handwerk und welchen Anteil haben sie am Erfolg von Handwerksbetrieben?
  • Was kennzeichnet eine duale Ausbildung und warum gilt sie als Erfolgsmodell?
  • Welche Faktoren haben auf die Berufswahl Einfluss?
  • Wie leistet das Handwerk einen Beitrag zu den gesellschaftlich relevanten Themen Klimawandel, Energiewende, Digitalisierung oder Mobilität?

Jede Unterrichtseinheit bietet neben Arbeitsblättern auch einen detaillierten Ablaufplan und Hinweise zum Lehrplanbezug sowie den zu fördernden Fach-, Medien- und Sozialkompetenzen. Fachartikel flankieren die Unterrichtseinheiten. Sie liefern interessante und wertvolle Sachinformationen und können als Vorbereitung für den Unterricht oder als Recherchematerial genutzt werden.

Neue Unterrichtseinheiten und Fachartikel kommen regelmäßig hinzu.

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